Brombeerblätter-Tee war der Hit am Pfadi-Lagerfeuer

Erschienen am 20. August 2003 in Presse

DPSG Saerbeck e.V.

 

Mit vielen Eindrücken aus Litauen und von der Partnergemeinde Rietavas sind die Saerbecker Pfadfinder nach zwei Wochen am vergangenen Freitag von ihrer insgesamt 4300 Kilometer langen Fahrt in das Baltikum zurückgekehrt. Die Hin- und Rückfahrt dauerte jeweils drei Tage. Paul Beckschwarte berichtet von der Reise.
Im Mittelpunkt der langen Reise stand ein gemeinsames Lager zusammen mit den Pfadfindern aus Rietavas an einem kleinen See in der Nähe der Partnergemeinde. Gleich der erste Abend am Lagerfeuer mit Spielen und Gesang stellte sofort gute Kontakte zwischen den beiden Pfadfindergruppen her. Sprachprobleme gab es nicht, da bei einigen Litauern Deutschkenntnisse vorhanden waren und die englische Sprache in beiden Ländern zur Schulausbildung gehört.
Da der Lagerplatz weder Toilette noch Wasserversorgung besaß, gestaltete sich das Lagerleben unter echten Pfadfinderbedingungen. Gemeinsamer Sport, Ballspiele, und Schwimmen ließen keine Langeweile aufkommen. Die Zubereitung von Speisen und das gemeinsame Essen trugen zur Festigung der Beziehungen beider Gruppen bei. Der Tee, der am Lagerfeuer zubereitet wurde, war für die Scouts aus Saerbeck eine neue Erfahrung. Er wurde aus Himbeer- oder Waldbeerblättern gekocht, die im Wald gepflückt wurden.
Ein Besuch im Rathaus mit Empfang beim Bürgermeister war der Beginn eines Erkundungstages der Partnergemeinde. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte von Litauen wurde durch den Besuch des Heimathauses, einer ehemaligen Atom-Raketenstellung der UdSSR, dem berühmten Kreuzberg, und dem KGB-Museum in Vilnius angeregt. Der Anblick der Folter- und Hinrichtungszellen, die noch vor 15 Jahren benutzt wurden, prägte sich nachhaltig bei den Pfadfindern ein.

Quelle: Westfälische Nachrichten

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