Bürgermeistersfrau wusch sogar die Wäsche

Erschienen am 19. August 2005 in Presse

DPSG Saerbeck e.V.

 

Trotz durchgängig schlechten Wetters hatten wir ein tolles Sommerzeltlager. Die Stimmung aller Lagerteilnehmer war super. Wir sind froh, dass schließlich auch die anstrengende Rückfahrt von 134 Kilometern in zwei Tagen per Fahrrad von allen Pfadfindern ohne Probleme zurückgelegt wurde. Mit diesen Worten begrüßte die Stammesvorsitzende Kirsten Beckschwarte die Eltern, die kürzlich ihre Kinder nach zwei Wochen am Pfadfinderheim wieder in die Arme schließen konnten.
Das Rezept für das gelungene Lager lag in einer guten Mischung von Angeboten im Lager und auch Aktivitäten mit den Fahrrädern. Unter dem Motto Herr der Ringe wurde ein Rittertag mit Verkleidungen und der Herstellung von Pfeil und Bogen durchgeführt.
Es wurden Fackeln aus Wachs gegossen und ein zünftiges Rittermahl, bei dem mit den Fingern gegessen wurde, war Abschluss des Tages. Kreativität war bei der Herstellung von Gipsmasken und Schlüsselanhängern und der Gestaltung des Lagertuches für jeden Teilnehmer gefordert. Ein Chaosspiel sorgte für viel Bewegung und Unterhaltung.
Spannend für alle war eine Orientierungsfahrt, bei der die Scouts mit verbundenen Augen an einen unbekannten Ort gefahren wurden und allein zum Lagerplatz zurückfinden mussten.
Die Radtour der Pfadfinder zu einem Moorerlebnispfad, bei dem man sich in echtem Moor versinken lassen konnte, artete bei einigen zu einer Moorschlacht aus, an der alle ihre Freude hatten. Eine Fahrt mit einer Moorlorenbahn in ein riesiges Moorgebiet rundete das Erlebnis im Moor ab.
Ein Spiel, bei dem Esterwegen erkundet wurde und gleichzeitig die Gruppenleiter, die sich in Verkleidung versteckt hatten, zu finden waren, brachte für alle riesigen Spaß. Der Ausflug zu einem kleinen Freizeitpark rundete das Programm ab.
Pastoralreferent Werner Heckmann als Kurat der Pfadfinder hatte es sich nicht nehmen lassen, das Lager zu besuchen. Er feierte mit den Scouts einen stimmungsvollen Gottesdienst. Das Lagerfeuer war, wie es sich für Pfadfinder gehört, der zentrale Punkt des Lagers. Es war der abendliche Sammelpunkt für Spiele und Gesang vor der späten Nachtruhe.
Sehr hilfsbereit zeigten sich der Bürgermeister von Esterwegen und seine Gattin. Der Bürgermeister sorgte sogar am Sonntag dafür, das der Lagerplatz mit sechs Anhängern Schreddermaterial abgestreut wurde, um das Zeltlager bei den ständigen Regengüssen vor dem Versaufen zu retten.
Seine Gattin ließ nasse Wäsche und Kleidung der Kinder einsammeln. Das Zeug wurde von ihr und Nachbarn gewaschen und kam einen Tag später gebügelt in das Lager zurück. Kommentar von Jungpfadfinder Eike Spieker zu der Aktion: Ich bin der glücklichste Mensch dieser Welt, ich habe wieder trockene Kleidung.

Quelle: Westfälische Nachrichten

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