Engagement der Franziskaner beeindruckte

Erschienen am 26. April 2005 in Presse

DPSG Saerbeck e.V.

 

Zu einer Weiterbildungsfahrt nach Berlin hatte sich in diesen Tagen die Leiterrunde der Saerbecker Pfadfinder von St. Georg auf den Weg gemacht. Unter der Leitung von Pastoralreferent Werner Heckmann wurden für fünf Tage die Zelte im Gästehaus des Franziskanerklosters in Berlin-Pankow aufgeschlagen.
Die Fahrt stand unter dem Leitthema Politik, Solidarität und Engagement heute. Besonders das Engagement der Franziskaner in Berlin stand im Mittelpunkt des Interesses der Saerbecker Pfadfinder. Der Orden betreibt in dem Kloster mit ehrenamtlicher Unterstützung eine Suppenküche für Obdachlose. Dort werden täglich bis zu 400 Personen mit einer warmen Mahlzeit versorgt, zum Monatsende können es auch mal 600 hungrige Menschen sein.
Eine Kleiderkammer und eine Hygienestation ergänzen das Angebot der Franziskaner. In der Hygienestation können die Obdachlosen duschen oder baden. Es besteht dort auch die Möglichkeit, bei Bedarf eine ärztliche Versorgung einzuleiten.
Der Personenkreis, der diese Angebote als letzte Rettung wahrnehmen muss, wird, so die Aussage von Bruder Johannes, dem Leiter Anlaufstelle, immer größer.
Weiterhin gibt es ein Projekt Aids Hospiz das von den Franziskanerinnen betrieben wird. Dieses Projekt begleitet HIV-positiv erkrankte Menschen in der letzten und schwersten Zeit ihres Lebens. In einer eindrucksvollen Gesprächsrunde berichteten die Schwestern, die auch mit Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern ihre schwere, aber auch so wie sie bekundeten befriedigende Aufgabe erfüllen. So war es eine besondere Freude für die Franziskanerinnen, als ihnen eine Spende in Höhe von 500 Euro von den Saerbecker Scouts zur Unterstützung der Arbeit überreicht wurde.
Zu einem Besuch in der Hauptstadt gehört natürlich auch die Information über Politik und die parlamentarische Arbeit. Ein Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Karl-Josef Laumann vor der Besichtigung des Reichstages befasste sich schwerpunktmäßig mit der Ausbildungs- und Arbeitsmarktsituation. Ein Besuch des Stasi- und Mauermuseums mit Inhalten der deutsch-deutschen Geschichte waren weitere Punkte des Programms.

Quelle: Westfälische Nachrichten

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