„Er wird an allen Enden fehlen“

Erschienen am 16. Januar 2010 in Presse

DPSG Saerbeck e.V.

 

Paul Beckschwarte, der Stellvertretende Bürgermeister, ist tot. Viele, die ihn gut kannten, können es immer noch nicht glauben. „Paul war ein Mensch“, fasst Wilhelm Beuning, fünf Jahre lang Beckschwartes Kollege im Amt des Stellvertretenden Bürgermeisters, kurz und bündig zusammen. „Es fällt mir so schwer zu sagen: Er war.“„Ein Riesenverlust“: Bürgermeister Wilfried Roos, derzeit noch im Urlaub auf den Kanaren, war tief getroffen, als er die Nachricht vom Tod seines Stellvertreters erhielt. „Auf ihn konnte man sich hundertprozentig verlassen. Er war einer unserer wichtigsten Aktivposten im Rat. Er wird uns an allen Ecken und Enden fehlen.“ Die liebenswürdige, offene, ehrliche Art des Stellvertretenden Bürgermeisters, seine Bereitschaft, immer selbst mit anzupacken, hat Roos ganz besonders geschätzt. In vielen Vier-Augen-Gesprächen habe man sich ausgetauscht, zu vielen Verhandlungen habe er den Verstorbenen hinzugezogen, weil er viel auf sein Urteil gab. „Paul Beckschwarte kam sehr nah an die Menschen heran“, sagt Roos. „Er war mir ein Freund.“„Er war unser allererster Freund in Saerbeck“, erinnert sich auch Elisabeth Günnigmann. Ihrem Mann Alfons Günnigmann fällt spontan das Wort „hilfsbereit“ ein, wenn er an den Verstorbenen denkt. „Er hatte immer ein offenes Ohr für die Jugend gehabt“, weiß der CDU-Fraktionsvorsitzende. Künftig habe sich Beckschwarte politisch verstärkt Seniorenfragen zuwenden wollen, als Vorsitzender des Ausschusses für Familie und Senioren. „Paul hat sich unheimlich über sein Enkelkind gefreut“, kennt Günnigmann Beckschwarte als Familienmenschen. „Ich kann den Verlust immer noch nicht fassen. Man hat doch noch 15, 20 Jahre miteinander leben und gemeinsam alt werden wollen.“Fassungslos ist auch Carsten Ausmann, nach der Kommunalwahl Beckschwartes Kollege im Amt des Bürgermeister-Stellvertreters. „Wir sind seit zehn Jahren Nachbarn“, hat der SPD-Ratsherr nicht nur politische Beziehungen zu dem Verstorbenen gehabt. „Mit Paul Beck­schwarte konnte man über alles reden, man konnte auch anderer Meinung sein als er, aber da war niemals auch nur eine Spur von Feindseligkeit. Dieser Tod reißt eine Lücke im Dorf, die wird so schnell keiner füllen.“„Er war ein liebenswerter, sehr kompetenter Mensch.“ Pastor Peter Ceglarek hat Beckschwarte nicht zuletzt als Verhandlungspartner geschätzt, wenn es um Bauvorhaben der Kirche im Dorf ging. „Er war ehrlich, aufrichtig und zuverlässig. Ich habe seine kompetente Art zu schätzen gelernt.“ Robert Bodem, Vorsitzender der Saerbecker Pfadfinder, die Paul Beck­schwarte seit Jahrzehnten begleitet, kann den Verlust noch gar nicht fassen. „Ich habe ihn schon als Kind gekannt, er war ein guter Freund, er war immer da.“ Genauso drückt es auch Helmut Hünteler, der Vorsitzende des Förderkreises Arche, in dem Beckschwarte aktiv war, aus: „Wenn man ihn brauchte, war er da. Er hat nie Nein gesagt.“„Er konnte Menschen begeistern.“ Pastoralreferent Werner Heckmann hat Paul Beckschwarte über viele Jahre als „guten Geist“ der katholischen Jugendarbeit im Dorf erlebt. „Er konnte gut ausgleichen, man konnte ihn immer ansprechen, er war immer für die Menschen da“, sagt Heckmann. „Ich habe meinen besten Freund verloren.“

Quelle: Westfälische Nachrichten

Kommentar hinterlassen:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.