Saerbecker Pfadfinder bringen Licht nach Saerbeck

Erschienen am 12. Dezember 2013 in Presse

DPSG Saerbeck e.V.

 

Für die einen ist es nur eine einfache Kerze, für die anderen ist es ein weit gereistes Symbol für Frieden und Weihnachten: Das Friedenslicht aus Bethlehem kommt in der Vorweihnachtszeit auch nach Saerbeck. Die Pfadfinder vom Saerbecker Stamm Sankt Georg holen es am kommenden Wochenende in die Gemeinde.

Bis das Licht aber schließlich in der St.-Georgkirche ankommt, hat es schon einen weiten Weg hinter sich.
Am 26. November wurde es in der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet und von österreichischen Pfadfindern zunächst mit dem Flugzeug bis nach Wien gebracht. Am Samstag holen es dort Delegationen der deutschen Pfadfinderverbände ab und bringen es in dann in 35 deutsche Städte. Gleichzeitig wird das Licht in 30 Länder in ganz Europa und sogar in Afrika und Amerika verteilt.

Am Sonntag erreicht das Licht dann auch den münsterschen Dom. Dort kommen dann tausende Pfadfinder aus dem ganzen Bistum zusammen, um es in die einzelnen Pfarren zu bringen. Schon Stunden vor Beginn des Gottesdienstes wird die Kirche dann brechend voll sein.

„Ich war im vergangenen Jahr zum ersten Mal in Münster beim Friedenslicht-Gottesdienst dabei“, sagt André Löckener, Vorsitzender der Pfadfinder in Saerbeck. Ihm hat der Gottesdienst so gut gefallen, dass er der Saerbecker Leiterrunde vorgeschlagen hat, in diesem Jahr daran teilzunehmen. Und die stimmte sofort zu.

Kompletter Stamm unterwegs

Mit mehreren Privatwagen, Laternen und Kerzen werden sich die Pfadfinder am kommenden Sonntag auf den Weg machen. Dabei haben sie es noch recht einfach. Denn um zum Beispiel mit einer brennenden Kerze im Zug fahren zu dürfen, müssten sie umfangreiche Sicherheitsbestimmungen erfüllen.

Nach Saerbeck kommt das Licht damit erst zum zweiten Mal durch die Pfadfinder. Im vergangenen Jahr hatten es Pfadfinder aus Nordwalde nach Saerbeck gebracht. „Da wurden wir auch direkt angesprochen, ob wir das nicht in Zukunft übernehmen wollen“, sagt Löckener. Vorher sei die Aktion für die Saerbecker Pfadfinder nie ein Thema gewesen. „Das Licht ist in den vergangenen Jahren durch verschiedene Gruppen nach Saerbeck gebracht worden“, sagt Pastoralreferent Werner Heckmann.

Allerdings auch nicht in jedem Jahr. Durch die Pfadfinder könnte das jetzt zu einer dauerhaften Aktion in der Vorweihnachtszeit werden. Das Licht werden die Saerbecker Pfadfinder in der Vorabendmesse am vierten Adventswochenende in die Gemeinde bringen.

Licht wird verteilt

Saerbecker Familien können es sich dann in der Pfarrkirche abholen und zu sich nach Hause bringen. Der Friedenslicht-Gottesdienst in Saerbeck beginnt am Samstag, 21. Dezember, um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Georg.

Da Pfarrer Peter Ceglarek aus gesundheitlichen Gründen zur Zeit verhindert ist, Pfarrer Josef Ernst den Dienst am Altar übernehmen. Er vertritt Ceglarek auch bei der Christmette und den Messen am Morgen des zweiten Weihnachtstages.

Das Friedenslicht aus Bethlehem ist eine Aktion, die ursprünglich vom Österreichischen Rundfunk (ORF) begründet wurde. Seit 1986 wird es in der Vorweihnachtszeit in entzündet und verteilt.
Seit 1989 beteiligen sich Pfadfinderverbände in über 30 Ländern an der Verteilung.
Jedes Jahr steht die Aktion unter einem besonderen Motto und soll so Spenden erlösen. 2013 heißt es „Recht auf Frieden“ und soll auf die Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen hinweisen.

Saerbecker Pfadfinder bringen Licht nach Saerbeck

Von Stephan Teine, Grevener Zeitung

 

Kommentar hinterlassen:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.